2.9.2010 Wenn Kotte kübelt I
Donnerstag 2. September 2010 von Sascha
Wissen Sie, es gibt ja schon ganz besondere Exemplare von den Leuten “wo sich Dschournlischde schimpfe”. Ein ganz besonderer Schmierfink ist aber Udo Ulfkotte, einstmals aufstrebendes Talent der FAZ, aber heute angekommen in den Niederungen des Kopp Verlags. Das nennt man wohl sozialen Abstieg.
Das hindert den unterirdischen Udo aber nicht daran, sich auf ein Gebiet zu geben, das jeden rassisch Interessierten brennend interessiert: Die Genetik! Über diese schwadronierte der Unterbelichtete nämlich im Zuge eines Artikels der auf den Seiten des zuvor schon erwähnten Hohlkopp-Verlags zu finden ist.
Als erstes bezieht er sich auf eine Aussage des ehemaligen niederländischen Aussenministers Bernard Bot (nicht zu verwechseln mit Bernd das Brot). Ulfkotte linkt dabei zu einem Artikel auf der Webseite dawn.com, hinter der sich Pakistans meist gelesene Zeitung in englischer Sprache verbirgt, wie man mit 2 Klicks rauskriegen kann. Wie bitte? Eine Zeitung eines islamischen Landes mit so vielen Extremisten wird mir als Deutschem als glaubwürdige Quelle präsentiert? Soll ich jetzt gleich nach Mekka beten?
Ausserhalb dieser Zeitung ist das Zitat aber auch schwer zu finden. Der einzige Verweis, den ich gefunden habe, befindet sich auf der englischsprachigen Wikipediaseite über Bernard Bot und bezieht sich auf ein Nachrichtenportal mit dem Namen “middle east online”.
In diesem Zitat behauptet Bot, dass Moslems andere Gene hätten als Niederländer, was sich darin wiederspiegeln würde, dass Moslems weniger tolerant seien als die Wohnwagenfahrer mit dem gelben Nummernschild. Ulfkotte, germanischer Genexperte der Unterabeilung Untermensch, identifizierte dies als ein soziologisches Gen. Aha
, Soso
. Ich dachte bislang immer Gene hätten was mit Biologie zu tun und nicht mit Soziologie. Aber vielleicht irre ich mich ja (was weiß ich denn schon). Aber was ist dann mit den deutschen soziologischen Genen zwischen 1933 und 1945 gewesen? Und wo war das Toleranzgen der Deutschen, als in Rostock die Ausländerunterkunft brannte, als hier nach der Einheit Ausländer zu Tode gehetzt, geprügelt und verbrannt wurden? Sind die Rechtsradikalen, die ihre Intoleranz ja pflegen, letztendlich alle Moslems? Wenn unterirdisch Ulfkotte so einen gequirlten Scheiss schreibt, dann soll er darauf mal eine Antwort geben.
Das war’s dann aber erstmal mit den Moslems. Als nächstes kriegen nämlich dann die Juden ihr Fett weg, ach ja, und dieses linke Revolverblatt namens Spiegel: Dort gab es 1999 einen Artikel, in dem über genetische Auffälligkeiten geschrieben wurde, die wohl vor allem in der jüdischen Bevölkerungsgruppe vorkommen. Daneben zeigte sich aber auch eine genetische Auffälligkeit mit den Menschen der angrenzenden Nationen wie Syrien, Jordanien oder dem Libanon. Das sollte einen vielleicht nicht wundern, kommen diese Menschen doch alle aus derselben Region.
Mein genetischer Pool zeigt sicherlich auch eine grössere Verwandschaft mit einem Franzosen als mit einem Chinesen. Aber darauf geht der Ulfkotige Udo überhaupt nicht ein, denn als kopplastiger Genetiker will er auf ganz was anderes raus. Ulfkotte empfindet es als “Gipfel der Verlogenheit” dass sich jüdische Verbände über den Satz Sarrazins zu den jüdischen Genen aufregen, wo doch jüdische Portale den “Juden-Gentest” gleichzeitig bejubeln. Nun, zumindest in einem irrt der unterirdische Udo, dessen Worte und Formulierungen mich schon stark an eine Zeit erinnern, die ich glücklicherweise nicht miterleben musste, und die ich eigentlich für vorbei hielt. Es handelt sich hierbei mitnichten um einen “jüdischen Gentest”, sondern um einen Gentest einer Schweizer Firma, mit dem man möglicherweise seine jüdische Herkunft herausfinden kann, genausogut aber auch eine Verwandschaft mit anderen Volksgruppen, sofern sie genetisch überhaupt unterschieden werden können. Im Falle des hier Unterbelichteten ist eine solche Bestimmung aber unnötig, denn die genetische Zugehörigkeit zum Volk der Unverschämten ist biologisch wie soziologisch offensichtlich.
Wie unverschämt, zeigt sich in den letzten Abschnitten, die sich das Prädikat Ulfkotze redlich verdient haben. Hier behauptet der Schreiber doch allen Ernstes, dass eine Diskussion über die genetische Abstammung in Deutschland deswegen nicht erwünscht sei, weil man sonst eine Diskussion über die Verwandtenehen eröffne. Udo Unterirdisch vergisst aber zu erwähnen, dass in dem von ihm verlinkten Bericht nicht von Moslems sondern von Migranten die Rede ist und diese Verwandtenehen auch bei Griechen und Italienern vorkommen. Gerade Italien hatte ich aber bislang nicht als stark muslimisch auf meiner Weltkarte. Möglicherweise sehe ich das aber auch falsch, und der Campanile am Markusplatz in Venedig ist ein Minarett und der Petersdom eine Moschee. Damit nicht genug, unterstellt er der Politik, dieses zum Bereicherungspotenzial der Zuwanderung zu zählen. Hier zitiere ich den Schreiber einfach mal:
Es gibt Länder, in denen darf man nicht über die schlimmen Folgen der Inzucht in bestimmten Kulturkreisen sprechen, weil Politiker selbst diese Inzucht als »kulturelle Bereicherung« empfinden und die »Potentiale« der genetisch missgebildeten Kinder aus solchen Verbindungen irgendwann einmal nutzen wollen. Dazu gehört Deutschland.
Das hätte der Mann wohl gerne, denn dann könnte er populistisch auf unsere Politiker draufhauen und so richtig gegen die Zuwanderung hetzen. Dabei weiss inzwischen jeder, dass das Thema der Zwangsehen, und ich vermute mal, dass Verwandtenehen so wie er sie meint auch darunter fallen, in Deutschland diskutiert werden. Diesen Umstand zur Kenntnis zu nehmen hieße aber auch, sich sachlich mit Themen wie Zuwanderung oder Migration auseinanderzusetzen. Das erfordert aber Zeit und Arbeit. Da schmiert man sich lieber so einen braunen Scheissdreck zusammen.
Wie braun dieses Gedankengut ist, macht ein Auszug aus einem Schriftstück Hitlers deutlich, der dieses schon 1918 verfasst hatte. Zitat:
Durch tausendjährige Innzucht, häufig vorgenommen in engstem Kreise, hat der Jude im allgemeinen seine Rasse und ihre Eigenarten schärfer bewahrt,…
Noch ist aber die Muslimenhatz nicht beendet. So stellt er es als Tatsache hin, dass immer mehr Migrantenkinder die Schule ohne einen Abschluss verliessen. Ulfkotte spricht davon, dass diese Kinder “bildungsresistent” seien. Unterstellt er den Kindern damit ein absichtliches Nicht-Lernen oder eine Resistenz, gleichsam einer Abwehrhaltung eines Krankheitserregers? Welcher Gedankengang dahinter auch immer verborgen ist, er zeugt von Verachtung und menschlicher Kälte in erheblichem Ausmaß. Natürlich wird nicht vergessen zu erwähnen, dass es sich hierbei vor allem um Kinder islamischer Herkunft handelt, die ja aus den Verwandtenehen stammten.
Um seine These zu Untermauern greift der Schreiber, der dafür selbst eigentlich den braunen Griffel erhalten sollte, auf die Liste der Nobelpreisträger zurück und ordnet diese ihrer Religionszugehörigkeit nach ein und zwar im Verhältnis zur Gesamtzahl, der auf der Erde lebenden Anhänger (Die Liste würd mich auch mal interessieren, da kann man sicherlich noch viel mehr reininterpretieren). Da kommt das Judentum, das relativ viele Nobelpreisträger stellt, natürlich besser weg als die große Gemeinschaft des Islam, die nur über wenig Preisträger verfügt. Schuldig bleibt die Antwort, ob die grosse Gemeinschaft der Christen, zu der ich mich auch zähle, ebenfalls dümmer wegkommt als die der Juden, denn das, so vermute ich dummer Christ einmal, sollte wohl die Intention hinter dieser Aufstellung sein.
Allerdings hat diese Rechnung den Jäger in mir geweckt: ist Ulfkotte doch, der Name lässt es schon vermuten, Westfale, genauer aus Lippstadt. Darum machte ich mich daran, einmal herauszufinden, ob Westfalen oder Hessen mehr Nobelpreisträger hervorgebracht hat. Mit Städten wie Dortmund, Bochum oder Münster dürfte die Zahl der Westfalen sogar überwiegen (sozusagen der Moslem des Hessen) und was kam raus? Hessen 7 – Westfalen 3. Was heisst das? Bedeutet das, der Westfale ist bildungsresistent? Schliesslich ist er sehr gläubig und Verwandtenehen sind schon zwecks mangelnder Auswahl durchaus im Bereich des Möglichen. Sicherlich ist der Westfale an sich auch nicht unbedingt mit einem Toleranzgen gesegnet. Wo wir Hessen noch brummig sagen: “Mach doch!”, beharrt der Westfale auf die Einhaltung der Kleingartensatzungsverordnung für Begrenzungshecken. Insofern ist das intolerante, menschenverachtende, widerwärtige Geschmiere dieses angebräunten Schreiberlings nicht verwunderlich.
Hier muss ich mich aber jetzt selbst massregeln. Allerdings nicht aus politischer Korrektheit, sondern aus Überzeugung, denn so westfälisch der Westfale ist, er ist im Grunde ein netter und höflicher Mensch, der es nicht verdient hat im Zusammenhang mit diesem Schmierfinken erwähnt zu werden. Insofern entschuldige ich mich jetzt schon bei allen anderen Westfalen.
Ausserdem: Die Kneipe hat 2jähriges. Herzlichen Glückwunsch!
Kategorie: Kopfloses aus dem Kopp-Verlag | 197 Kommentare »