31/01/2009 Der Troll
Samstag 31. Januar 2009 von Irexis
Guten Abend werte Leserinnen und Leser. Nachdem wir uns in unserem letzten Artikel mit einer Subspezies der Eule (Nachteule) beschäftigt haben, wende ich mich heute einer anderen, im Internet sehr verbreiteten Lebensform zu, dem Troll. Diese possierlichen kleinen, leicht reizbaren Gesellen findet man überall, wobei auch hier zwischen zwei Arten unterschieden werden muss. Der Trolluswasbinichlustikus ist ein kleiner Spaßvogel, der sich mit Vorliebe auf Kosten anderer amüsiert. Dabei kann er durchaus eine gewisse art Kreativität entwickeln, die für den normalen User vollkommen unverständlich bleibt. Über das Aussehen dieser Art ist noch wenig bekannt, da sie bei Entdeckung meist schrill kichernd flüchten. Allerdings scheint der Trolluswasbinichlustikus einen Auswuchs am Kopf zu haben, der wie eine Narrenkappe aussieht. Seine Hautfarbe wirkt etwas Monochrome was ihm das Aussehen einer Maus mit Hut verleiht.
Kommen wir zu der zweiten Art, dem Trollusrabulistikus. Diese Trollart zeichnet sich durch eine hohe Reizbarkeit aus, die, gepaart mir der für Trolle typischen Aggressivität, eine explosive Mischung bildet. Wird der Troll gereizt oder provoziert (beispielsweise durch eine andere Meinung als seine) geht er sofort zum Angriff über. Typisch für solche Angriffe sind eine hohe Zahl an ausgestoßenen Beleidigungen und die Missachtung jeglicher Umgangsformen. Hat sich ein solcher Troll mal in Rage geredet, hilft eigentlich nur ihm einen Sack über den Kopf zu stülpen, ihn in eine Ecke (oder stille Treppe) zu setzen und zu warten bis er sich von selbst wieder beruhigt. Das kann allerdings lange dauern. Wird er nicht ruhig gestellt, kann es zu einer Explosion führen, die für alle Beteiligten recht unschön sein kann. Die Lebenserwartung eines Trollusrabulistikus ist dementsprechend sehr gering.
Es wird empfohlen Trolle nicht zu füttern, denn hat man sie einmal angefüttert werden sie recht anhänglich bis lästig. Wenn man einen Troll unbedingt füttern muss, sollte man auf Aussagen zur Sache und Logik verzichten. Ein roter Hering genügt.
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