Ernte – Zeit, Danke, 23
Freitag 31. Juli 2009 von Sascha
Wissen sie woran man merkt dass Erntezeit ist? Nein? Dann fahren sie mal durch die Dörfer und über die Felder. Überall sind sie unterwegs. Deutschlands fleissige Bauern, getrieben von dem Gedanken, das Getreide noch vor dem nächsten Regen einzuholen, und sich damit die EU-Subventionen zu sichern.
Momentan schieben unsere ländlichen Agrarexperten noch eine recht ruhige Kugel. Aber wenn der nächste Regen naht, dann verwandeln sich Feldwege in Traktorenschnellwege. In den Nächten dieser Zeit, denken sie, sie befinden sich auf dem Piccadilly Circus, statt auf ihrer Dorfstraße. Vor Kornhäusern bilden sich Schlangen wie sonst nur in der DDR wenn es Südfrüchte gab. Kurzum, das sonst so beschauliche Landleben verwandelt sich in dieser Zeit in eine Hektik, bei der sogar Dildoppe Angst kriegen.
Nach der großen Ernte folgt der Erntedank, bei dem die Bauern über das vergangene Jahr schimpfen. Es war: Zuviel Sonne, zu wenig Sonne, es hat überhaupt nicht geregnet, und dass aus Kübeln. Außerdem war es so heiß, dass der Mais erfroren ist (Was baut man auch Mais an, das gehört ja nach Amerika
). Und das ganze Ungeziefer! Wenn man nicht den lokalen Agrarfachhandel (sowas wie der bäuerliche Dopingexpertenapothekenhändler) nicht komplett leer gekauft hätte, wär auf dem Feld ja gar nichts gewachsen. Und überhaupt! Es gibt mal wieder keine dicken Kartoffeln, was bedeutet, keine langen Fritten beim Mäc. Wenn sie sowas hören, gehen sie davon aus, die Ernte war so reichhaltig, man weiß nicht mehr wohin mit dem ganzen Zeug.
Was lernen wir daraus? Ein Bauer der nicht jammert, ist kein Bauer. Das Wetter ist immer verkehrt, und Städter haben von sowas schon gar keine Ahnung. Was das alles mit der 23 zu tun hat? Weiss ich auch nicht, aber Fragen sie doch mal jemanden mit der entsprechenden Zigarettenmarke.
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