Behördlekneipe

Ünrig bis zum Abwinken auf Kosten des Hauses!

Archiv für die 'Texte und Getippsel' Kategorie

Einmal hin Alles Drin – Real Deal

Donnerstag 3. Januar 2013 von V-Mann

“2013 unendliche Welten. 13 tanzen für ihr Seelenheil und singen den Obertongesang…”
Ne ne ne Mensch V-Mann so wird das nichts!

“…Einkauf nach Neujahr. Supermarkt, Tee-Laden und ‘Kifferladen’ – der Esoshop meines V-erdauens ähh V-ertrauens. Also rein. Zu den Flyern, raus zum Reihern. 13 Flyer Mensch Meier” Ach so wird das nix Jungspund – die Wirtin wird dich auslachen! DENK NACH, DENK NACH, DENK NACH!

“… Flyer über Flyer, es geht um Reiki, Quellwasser, Mondmassagen, Elementare Grundschritte der Heilung, Mentale Resonanz…” Ja so könnts was werden soviel Bullshit auf einmal – das gefällt Wirtin und Lesern – nur der Kracher fehlt noch… Vielleicht mal recherchieren… Erstmal weiter
“Radiästhesie, Energiearbeit, Satsang, A.M.O.R.C” AMORC? WTF was am oder zum Orc soll das denn sein? Was sind diese ‘Rosenkreuzer’? Gartenzwerge? – der war gut den schreib ich rein
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Kategorie: Neues aus Absurdistan, Texte und Getippsel, Wir sind überall | 448 Kommentare »

Prokrastinationntag

Sonntag 16. September 2012 von Irexis

Ich habe mir mal ganz frech erlaubt, einen Kommentar von summerwind aus dem vorherigen Artikel als neuen Artikel zu übernehmen, spiegelt er doch so schön das Gefühl, dem auch ich mich heute hingebe:

Unbenannt

moin ihr schnuggels! *streck* der bayerische stammtisch hat heute mit zehnminütiger verspätung begonnen, zugunsten eines stücks päpstlichen segens aus dem fernen libanon. die sonne scheint von einem wolkenlosen himmel. ins grün der bäume mischen sich vorboten des farbenrauschs, der den herbst wieder so wunderbar machen wird. der nachbarsbub hat schon wieder seinen fußball in unseren garten gekickt. der rasen lechzt nach einer rasur. viele davon wird es in diesem jahr nicht mehr geben: in etwa hundert tagen werden wir schon wieder weihnachten feiern. muddis stimme dringt aus dem nebenraum, wo sie ihr allsonntägliches telefonat mit ihrer schwester zelebriert.
ich sitze träge am rechner und sollte mich dringend mit der steuer beschäftigen. ich bekomme sonst ärger. na ja. den bekomme ich dieses mal mit einiger sicherheit. sich abzuhetzen, nützt in diesem stadium auch nichts mehr. aber ich werde mich nachher aufraffen, ganz sicher. man muss es ja nicht auf die spitze treiben. wenn ich meinen kaffee ausgetrunken und die wäsche aufgehängt habe, fange ich an. wenn der stammtisch dann nicht noch läuft. und auch der presseclub, den gucke ich jeden sonntag. ein sonntag ohne presseclub ist unvorstellbar. aber danach würde es passen. nein, noch nicht. dann ist ja schon mittagszeit, und da muddi telefoniert, muss ich das essen vorbereiten. wir werden einfach was grillen, das spart zeit. also gut: nach dem mittagessen lege ich los. ganz bestimmt.
hoffentlich bin ich dann nicht wieder so bleiern müde. das passiert mir oft sonntagnachmittags, und ich muss mich dann dringend ein stündchen oder zwei hinlegen, weil ich sonst im sitzen an meinem schreibtisch einschlafen würde. und was dabei passieren könnte! zum beispiel könnte ich auf den boden sinken und mich dabei verletzen. und dann wäre ich womöglich nicht im stande, meine steuererklärung zu erledigen. ich fange nach dem nachmittagsschläfchen an, garantiert. das ist eine sehr gute zeit. ich werde ausgeruht sein, der bauch ist dann auch nicht mehr so gefüllt – ich werde mich voller elan den lästigen steuerangelegenheiten widmen können.
ich werde vorher nur ganz schnell noch auf die terrasse huschen und die wäsche von der leine nehmen, sonst vergesse ich das womöglich noch. ich möchte morgen mein lieblingst-shirt anziehen, das werde ich bei der gelegenheit dann auch gleich mal kurz überbügeln. das geht schnell, dauert keine fünf minuten. wäre es nicht überhaupt am besten, wenn ich alles gleich komplett wegbügeln würde? wenn ich schon mal dabei bin? der bügelautomat ist dann sowieso schon heiss und ich brauche übermorgen ja auch wieder ein shirt. ich meine, dann wäre die wäsche aus dem weg und würde nicht in der ecke herumliegen und vor sich hin knüllen. je länger sie liegt, umso verknüllter wird sie sein. und das kennt ja jede hausfrau, wie aufwendig es ist, die kniffe aus total verknüllter wäsche wieder herauszubügeln. mann muss die wäscheteile erneut anfeuchten und so weiter, das kostet alles so richtig zeit. die könnte ich mir sparen, wenn ich die sachen gleich heute bügeln würde, nach dem mittagsschläfchen. so viele teile sind das ja eigentlich auch nicht. und am besten bügelt es sich ohnehin, wenn die wäsche noch ein kleines bisschen restfeuchte in sich trägt. und was weg ist, ist weg. ich hasse es nämlich, dinge auf die lange bank zu schieben.



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Der Baumknutscher und das Fliewatüüt (Ein Gaschd Artikel von ThaiKoMedial)

Dienstag 14. August 2012 von Irexis

Geschafft!
 
Nach einigen (nie fertig gewordenen) EinAnläufen, der werten Wirtin meine wohlwollende Wertschätzung für die jahrelange Unterhaltung Arbeit mittels Leistungsausgleich durch einen entlastenden Gaschd-Artikel zu erweisen, isches mit der Wartezeit nu umm!

Es begann mit meinem nächtlich-unbeholfenen, aber charmanten Versuch einer Würdigung – die Reaktion erfolgte hart, aber herzlich…

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7.6.2011 Party bei Kopp ( = schwäbisch für Darmtrakt)

Dienstag 7. Juni 2011 von Sascha

Da knallen bei Kopp die Sektkorken! Während sich andere behördliche Schreiberlinge darauf beschränken, sich wirre Geschichten von spanischen Kühen aus den Fingern zu saugen, schafft Kopp das, was Helmut Markwort immer gefordert hat: Fakten, Fakten, Fakten (… und an die Leser denken).
Wie anders ist es zu erklären, dass sich der koppeigene Putzlappen ( = westfälisch für Ulfkotte) artikellang darüber auslässt, dass es in Munster in der Lüneburger Heide eine Forschungseinrichtung der Bundeswehr zur Abwehr von Massenvernichtungswaffen gibt und im nicht mal 40km entfernten Bienenbüttel geraten unschuldige deutsche Sprossen als Überträger der fiesen EHEC-Keime in Verdacht.
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28.5.2011 Party im Darmtrakt

Samstag 28. Mai 2011 von Sascha

Nach Vogelgrippe, Rinderwahn und Schweinegrippe erreicht Deutschland – pünktlich zum Sommerloch – ein neuer Killervirus. Gestern nun ist es den Wissenschaftlern in Deutschland gelungen, den Verursacher herauszufinden: Die spanische Gurke!

Wie aber, fragt sich der geübte Verschwörer, kommt ein Darmvirus auf eine, im spanischen Gewächshaus gezogene Gurke?
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Von der ostdeutschen Frau und dem Mann im allgemeinen

Samstag 2. April 2011 von gummifisch

Reiner Haseloff, der vermutlich nächste Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt hat in einem Interview mit der FAZ die Vorzüge der ostdeutschen Frau hervorgehoben.
Zunächst einmal ist sie nüchterner. Nüchterner als wer oder was lässt der gute Herr Haseloff offen, ein naheliegender Vergleich mit David Hasselhoff – der übrigens seinem (Fast-)Namensvetter für den Fall eines Wahlsieges ein Konzert in Magdeburg versprochen hat – wäre nun auch nur bedingt schmeichelhaft.
Vor allem aber ist die ostdeutsche Frau unkompliziert. Sie diskutiere zum Beispiel nicht stundenlang über Biofleischsorten, sondern ihr gehe es um Fleisch oder Nichtfleisch. Punkt.
So wünscht man sich doch als Landesvater seine Kinder: ohne Widerworte wird gegessen, was auf den Tisch kommt – egal ob Bio-, Klebe-, Gammel- oder Gänsefleisch aus dem Koffer.
Die Ursache dieser geradezu naiv anmutenden Unkompliziertheit verortet der promovierte Physiker in einer Diktaturerfahrung, die ihr der Arbeiter- und Bauernstaat ehemals angedeihen liess.
Ja, es war eben doch nicht alles schlecht damals in der DDR.
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Kategorie: Texte und Getippsel | 538 Kommentare »

10.11.2010 Esel Hermann in Afghanistan

Freitag 12. November 2010 von Sascha

Lange Wimpern und dunkle, samtige Augen: Wer Hermann gegenübersteht, dem geht das Herz auf.

Nein, nicht an wen sie grad denken. Hermann ist ein Esel und soll die Bundeswehr in Afghanistan unterstützen, nachdem er dort auf einem Markt für 70€ gekauft wurde. Als wenn es bei der Bundeswehr nicht schon genug Esel gäbe, mag man vielleicht sagen, aber: Hermann ist ein vollwertiges Nutztier und soll -irgendwann- auch mal als solches eingesetzt werden.
Hermann ist nach den Worten seines Pflegesoldaten Wolle “ein bisschen störrisch aber gutmütig.”, Angst habe Hermann nur bei Wasser.

http://www.tagesschau.de/schlusslicht/esel106.html

Wenn das Schule macht, wird sich auch im politischen Berlin die Nutztierhaltung rumsprechen. Beispielsweise im Schloss Bellevue. Dort hat man dann bei Staatsempfängen ein ausdauerndes Gesprächsthema, das man mit den Worten: “Wie geht’s denn ihrer Sau!” beginnen kann. Umweltminister Röttgen könnte anhand der selbst gelesenen Eiern die Sicherheit der Atomenergie erklären und Angela Merkel kann anhand ihrer im eigenen Garten grasenden Schafherde die aktuelle Dicke des eigenen Fells anzeigen.
Bleibt noch Wolfgang Schäuble: Der sucht noch ein Tier, das ihm nicht widerspricht und alles in seinem Sinne erledigt, bevor er es überhaupt gedacht hat.
Zuschriften bitte an das Bundesfinanzministerium oder hier in den Blog. Der BND liest eh mit.

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Herzlichen Glückwunsch…

Sonntag 3. Oktober 2010 von Irexis

….neee, nicht zum Tag der deutschen Einheit. Politisches liegt mir momentan nicht, ich glaub ich hab ne Sarrazin/Ulfkotte Überdosis!
Nein, ein Held meiner Jugend kommt so langsam ins Rentenalter, Charlie Brown wird 60! Oder vielmehr wurde. Am 2. Oktober 1950 erschien der erste Peanuts Comic-Strip in amerikanischen Zeitungen.
Ich liebe diesen kleinen depressiven, naiven Looser, der immer wieder (vozugsweise von Lucy) eins auf den Deckel bekommt. Snoopy, diese Diva in Beagleform mit seinem kleinen Kumpel Woodstock. Lucy, die sich einen Spass daraus macht ihre Freunde für 5 cent psychologisch zu beraten und ihnen die merkwürdigsten Flausen in den Kopf setzt (erinnert mich irgendwie an Horni ;-) ), Linus, der kleine sanftmütige Philosoph mit Schmusedecke, Peppermint Patty und ihre beste Freundin Marcy, der schüchterne Schröder mit seinem kleinen Klavier und all die anderen schrägen Figuren die Charlys Welt bevölkern.

Happy Birthday Charly Brown!

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Wie peinlich….

Sonntag 25. Juli 2010 von Irexis

… kann Frau eigentlich sein, fragt man sich automatisch, wenn man die neueste Absonderung der blonden Ikone des Kopp-Verlags Eva Herman so liest. Selbstgefällig wälzt sich die “Dame” im Leid der Anderen und tönt im übelsten Wortlaut über die Sex- und Drogenorgie Loveparade. Und schließlich weiß Blondie ja Bescheid, was bei diesem Sodom und Gomorrha in Duisburg alles so abgeht, ne!
Da spielt sich Frau Herman als Prediger von Anstand, Sitte und Moral auf, um im gleichen Augenblick selbige wirklich auf unterster Schiene ausser Kraft zu setzen. Mir fehlen die Worte bei solchen Aussagen:

Für die Zukunft wurden jedoch Weichen gestellt: Denn das amtliche Ende der »geilsten Party der Welt«, der Loveparade, dürfte mit dem gestrigen Tag besiegelt worden sein! Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen! Grauenhaft allerdings, dass es erst zu einem solchen Unglück kommen musste.

Selbst dem Kopp-Verlag war der Artikel wohl zu peinlich, er ist nämlich schon wieder vom Netz.
Ach ja… die Quellenangabe :mrgreen:
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20.6.2010 Wenn der ABV rot sieht

Samstag 19. Juni 2010 von Sascha

Vor einigen Tagen war der 17. Juni, ehemals Tag der deutschen Einheit und Feiertag. Seine Ursache hatte der 17. Juni in der damaligen DDR, wo Ausbeutung und Unterdrückung zu einem Volksaufstand führten, der die damalige Staatsführung der DDR wohl ziemlich überrascht hat. Als Folge dieses Aufstands baute das Ministerium für Staatssicherheit oder kurz MfS ein engmaschiges Spitzelnetz auf, zu dem auch die so genannten Abschnittsbevollmächtigten (ABV) gehörten, die allerdings nicht dem MfS sondern der Volkspolizei zugeordnet waren. Deren Aufgabe war es, in ihrem “Abschnitt” für Ruhe und Ordnung zu sorgen und “konderrevlzznäähre” (konterrevolutionäre) Tendenzen frühzeitig aufzuspüren und zu melden.

Obwohl sich das mit der DDR erledigt hat, ist der Geist des ABV immer noch lebendig und, schlimmer noch, er scheint sich fortzupflanzen. Ob im heimischen Kleingartenverein oder im Harz. Wenn man nicht aufpasst, ist man schneller in seinen Fängen, als man worldwideweb sagen kann. Und gerade im Netz kann der ABV in seinem Abschnitt wüten und walten wie er will. Da kann man dann vorgehen, wie im heiligen Königreich oder bei Fürstentümern. Was nicht passt wird kurzerhand verbannt und auf den Index gesetzt oder gleich ganz rausgeschmissen. Diskussionen werden im Keim erstickt (über was soll man auch diskutieren – die Baahdai hat ja immer recht) und kritische Geister mal eben niedergemäht, anstatt sich mit deren Anliegen zu befassen.

Letztlich entwickelt sich dieser vom Bevollmächtigten überwachte Abschnitt dann wie immer. Alles schläft ein und entwickelt sich in die Bedeutungslosigkeit. Muss man sich aber nicht drüber aufregen, denn: ett iss wie immer, die Karawane zieht weiter…

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